DIE VESPUGS IN ITALIEN

DIE VESPUGS IN ITALIEN

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Unsere Reise begann in Pretoria, Südafrika, wo wir Adri das Rollerfahren beibringen mussten. Am 19. August kamen wir, Charmain, Adri und Pieter (später: Die Vespugs in Italien), in Neapel an, wo wir willkommen geheißen wurden und eine kurze Diskussion über die Tour hielten.

Die Vespugs in Italien

ERSTER TAG: ein Augenöffner

Der Tag, auf den wir, die Vespugs, so lange gewartet haben, ist endlich gekommen. Wir wählten unsere Vespas aus, und los ging es. Die Fahrt durch Neapel hat uns die Augen geöffnet – wir sind an starken Verkehr gewöhnt, aber wenn man in Neapel noch nie eine Vespa gefahren ist, hat man noch nichts gesehen. Beängstigendes Gefühl!

Unsere erste Haltestation war Pompei. Wir haben die Ruinen besichtigt, etwas gegessen und getrunken, und schon waren wir wieder auf dem Sprung. Nach dem Mittagessen konnten wir mit der Gruppe nicht mehr mithalten, und schon bald waren wir komplett auf uns allein gestellt. Wir waren nun entspannter, fuhren die Strecke entlang und konnten einen ersten Blick auf die schöne Amalfiküste werfen. Auf dem Weg zum Hotel landeten wir in einer Fußgängerzone in Sorrent, und nach einer Warnung und der Hilfe eines sehr freundlichen Polizeibeamten erreichten wir das Hotel. Der Kühlschrank im Hotel, gefüllt mit eiskalten Getränken, war mehr, als wir uns gewünscht hatten. Es war offiziell – aus den Vespugs wurden die Slowpugs.

TAG 2: die verlorenen Pugs

Wir wachten starr und wund auf, aber wir waren für unseren zweiten Tag voll und ganz vorbereitet. Wir wussten, dass wir in den Verkehr geraten würden, aber nichts konnte uns auf die Menge des Verkehrs vorbereiten. Wir begannen mit der Gruppe, verloren sie dann aber, bevor wir den Fuß des Berges überhaupt erreichten.

„Wir genossen die atemberaubende Aussicht, die die Amalfiküste bot, und hielten in der Marina di Praia, einer wunderschönen kleinen Bucht zwischen den Bergen.“

Wir gingen schnell schwimmen und tranken etwas, und schon waren wir wieder unterwegs. Unser nächster Halt war Ravello – eine schöne kleine Stadt. Wir schlenderten eine Weile umher und machten uns dann auf den Weg nach Salerno für die letzte Etappe. Ohje – wir haben uns SOOOOO verlaufen. Wenigstens war die Landschaft nicht von dieser Erde, und endlich, nach 11 Stunden auf der Straße, erreichten wir endlich das Hotel. Wieder mussten wir unser kleines Team umbenennen – wir waren nun die Lostpugs.

Amalfiküste - Die Vespugs in Italien

TAG 3: eine andere Strategie

Uns wurde klar, dass wir eine andere Strategie erarbeiten mussten. Der Versuch, bei der Gruppe zu bleiben, war keine Alternative, wir konnten einfach nicht mithalten. Wir entschieden uns, direkt zum Hotel zu fahren, Adri’s Fahrrad dort zu lassen und Pieter würde sie hochheben. Auf diese Weise hatten wir einen „Fahrer auf dem Rücksitz“, der unser GPS managen konnte. Wir fuhren in Richtung Montella, einer sehr ruhigen kleinen Stadt. Wir lunchten in Cascina del Tartufo – köstlich!

“ Selbstverständlich haben wir uns auf dem Weg zum Wasserfall wieder verfahren, schließlich waren wir die Lostpugs“.

Letztlich fanden wir ihn, und wir vergnügten uns damit, dort einige Zeit mit den Füßen im eiskalten Wasser zu verweilen. Auf dem Heimweg nach Montello landeten wir versehentlich auf der Autobahn. Wir fuhren weiter, da es keinen Weg zurückgab. Ich konnte nur noch beten, dass uns kein Polizist über den Weg läuft, aber schon bald waren wir bei der nächsten Ausfahrt, und wir konnten den Weg zurück zum Hotel finden.

Waterfall near Avellino

TAG 4: Die Vespugs sind wieder zurück!

Wir haben die wundervolle Route, die diese Etappe bot, sehr geschätzt. Wir ließen uns Zeit, haben zahlreiche Fotos geschossen und in der Bar Valle Verde am Fuße des Vesuv-Vulkans einen Schluck getrunken. Schließlich haben wir beschlossen, nicht weiter den Berg aufwärts zu fahren, und kehrten langsam zu unserer letzten Haltestelle – Napoli – zurück. Ich freue mich, dass wir unseren Namen zu Ehren wiedergewonnen haben – wir waren wieder die Vespugs in Italien.

Die Vespugs in Italien

Unsere Tour endet mit einem sehr genussvollen Abendessen mit unseren Reiseleitern und einigen unserer Mitreisenden. Alle zusammen durchlebten einige Durststrecken, aber wir haben dieses Abenteuer sehr genossen.

Die Vespugs in Italien – Pieter Ehlers
Der Vespa Trip 2019 – Amalfiküstenrundfahrt